Mo Diener

Mo Diener, Grind, 1990, Performance, Kornhausbrücke Zürich, Kollaboration mit Michael Elber u.a. Foto: Heinz Dolderer, Archiv Mo Diener
Diese Ausstellung wird angeboten in
Deutsch
Hologramm

Vom 29. August bis zum 13. Dezember 2026 präsentiert das Rehmann-Museum in Laufenburg die umfassende Werkschau «Hologramm» der Zürcher Künstlerin Mo Diener. Die Ausstellung spannt einen Bogen über vier Jahrzehnte künstlerischen Schaffens und verbindet persönliche Archivarbeit mit archäologischer Spurensuche.

Im Zentrum der Ausstellung steht das Hologramm Die Archäologin. Als audiovisuelle 3D-Erzählung fungiert es als Portal, das Besuchende in eine andere Zeit entführt. Ausgangspunkt für dieses Werk war ein spektakulärer archäologischer Fund im Zugersee. In intensiver Zusammenarbeit mit einer Archäologin, einem Flussvermesser und einer Musikerin hat Mo Diener eine Erzählung geschaffen, die Forschung, visionäre Träume und dokumentarische Spuren zu einer fliessenden Zeitreise verwebt.
Um dieses Werk herum entfaltet sich ein vielschichtiger Kosmos aus Videos, Objekten und Fotografien. Diener, die seit Ende der 1980er Jahre als Performance- und Medienkünstlerin aktiv ist, kombiniert ihr eigenes Werk archivarisch mit lokalen Fundstücken aus Laufenburg und Umgebung. Dadurch entsteht ein spannungsreicher Dialog zwischen ihrem transdisziplinären Schaffen und der Geschichte des Ortes.
Mo Diener, geboren 1961 in Horgen, lebt und arbeitet in Zürich. Sie ist eine Performance- und Medienkünstlerin, deren Praxis sich an der Schnittstelle von feministischer und dekolonialer Kritik, verkörperter Forschung und transdisziplinärer Untersuchung entfaltet. Aktiv seit Ende der 1980er Jahre hat sie Performances, Interventionen, Videoarbeiten und Installationen geschaffen, die in der Schweiz und international gezeigt wurden. Sie studierte an der Universität Zürich ab 1983 Ethnologie, Kulturanthropologie und Vergleichende Religionswissenschaft, besuchte anschliessend in Zürich die F+F Schule für Kunst und Design, bildete sich an der HEAD in Genf in Videokunst weiter, und schloss 2014 ein Kunststudium an der Zürcher Hochschule der Künste mit einem Master ab. Sie war Mitbegründerin des Roma Jam Session art Kollektivs (2013–2023) und betreut seither dessen Archiv.

Die Ausstellung wird von einer umfassenden Monografie (Deutsch und Englisch) begleitet, die im Verlag Scheidegger & Spiess erscheint.


Adresse
Schimelrych 12
5080
Laufenburg
+41 62 874 42 70
Daten
Inhalte online verfügbar