"Ich lese wieder Zoologie". Johann Peter Hebel schreibt an Carl Christian Gmelin, den Freund, im November 1796. Gmelin ist der Naturwissenschaftler am Karlsruher Hof - er betreut die verschiedenen Sammlungen und lehrt am Gymnasium Illustre. Normalerweise. Aktuell ist Krieg, Teile der Sammlungen sind evakuiert, Gmelin ist in Erlangen. Hebel hält derweil in Karlsruhe die Stellung: er betreut die zurückgelassenen Naturalien und Bücher, hält Vorlesungen auf (nach heutigen Maßstäben) Grundstudiums-Niveau, unterrichtet Privatschüler. Und schreibt. Freund Gmelin werden bei 'unserem' Brief die Haare zu Berge gestanden haben. Hebel unterrichtet Zoologie "nach einem ganz eigenen Plan der mich selber sehr amüsirt". Um diesen Plan geht es im Vortrag, und um die Frage, wie Hebel darauf gekommen sein könnte. Bibel und Naturbeobachtung, Sammeln und Systematisieren, Wunderkammern und Museen
- das ausgehende 18. Jahrhundert ist eine Umbruchzeit, in der alte und neue Weltanschauungen kollidieren und die uns heute vertrauten Naturwissenschaften erst im Entstehen sind. Hebel, Gmelin und ihre naturneugierigen Kollegen verändern die Welt.
- das ausgehende 18. Jahrhundert ist eine Umbruchzeit, in der alte und neue Weltanschauungen kollidieren und die uns heute vertrauten Naturwissenschaften erst im Entstehen sind. Hebel, Gmelin und ihre naturneugierigen Kollegen verändern die Welt.
