am 11. Oktober, 11:15 Uhr
Das französische Internierungslager „Camp de Gurs“ lag am Rande der Pyrenäen in einer rauen Landschaft. Die Gefangenen im Lager konnten diese durch den Stacheldrahtzaun sehen, aber nicht erreichen. Das Lager war ein schrecklicher, menschenverachtender Ort. Die Jüdinnen und Juden, die nach einer viertägigen Bahnfahrt ins Lager Gurs kamen, fanden dort Holzhütten, Morast, Enge und eine ungenügende Versorgung mit Nahrung sowie unzureichende hygienische
Bedingungen vor. Viele Menschen starben an Unterernährung und Krankheiten.
Einige der Kinder wurden durch eine Kinderhilfsorganisation aus dem Lager gerettet und in die Schweiz gebracht. Die jüdischen Menschen, die 1942 noch im Lager Gurs waren, wurden nach Auschwitz, Sobibor oder Treblinka deportiert – in den Tod in diesen Konzentrationslagern.
Diese Führung erläutert die Umstände des Internierungslagers und berichtet von einzelnen Menschenschicksalen.