L'exposition dans la salle 1 du musée Franz Gertsch comprend des peintures, des collages, des linogravures et des dessins de Franz Gertsch datant des années 1965 à 1969. Le musée se réjouit d'avoir reçu en prêt permanent les œuvres "Der grosse Spielmann" et "O mein Papa" (toutes deux de 1966) des collections d'art du canton et de la ville de Berne, ainsi que "Paar" (1968) de la commune de Bolligen, et de les montrer pour la première fois dans le contexte d'autres œuvres de la même période de création.
Artisten und Spielleute, aber auch Liebespaare und Familienszenen beschäftigten Franz Gertsch als Bildmotiv in der zweiten Hälfte der 1960er Jahre. Gertsch war seit 1963 in zweiter Ehe verheiratet, die gemeinsamen Kinder mit Maria Gertsch-Meer wurden 1963, 1965, 1966 und 1968 geboren und die Familie lebte in einer kleinen Stadtwohnung in Bern.
Gertschs Collagen und Gemälde nach Collagen aus dieser Zeit sind formal und farblich reduziert. Dargestellt sind muskulöse Artisten und Artistinnen, Bilder tragen Titel wie „Artistenfamilie“ oder „Pyramidaler Auftritt“. Bei Werken, die Vater-Mutter-Kind-Konstellationen zeigen, wie „Familie bei Nacht“, „Trompetennachwuchs“ oder „O mein Papa“, bleibt es offen, ob diese auch in die Welt der Schausteller und Spielleute gehören. Der wiederholt dargestellte Mann wirkt sehr kräftig und trägt oft einen grossen, dunklen Schnurrbart, das Kind (die 1959 geborene Tochter Renate aus der ersten Ehe mit Denise Gertsch oder ein nicht namentlich benannter Sohn) wird wiederholt als Harlekina oder Harlekin bezeichnet und trägt ein Hemd oder Kleid mit Rautenmuster. Auch die Mutter ist in diesem Gewand mitunter zu sehen.
Autobiografisches und Fiktion verschmelzen zu einem Bildganzen. Bildelemente, wie das weisse Eisenbettgestell, das Franz Gertsch in einer Ferienwohnung abgezeichnet hatte, oder die goldene Trompete, die er gebraucht gekauft hatte, werden als Bildelemente wiederholt aufgenommen und variiert.
Bereits in „Familie bei Nacht“, das im vorderen Teil des Ausstellungsraums gezeigt wird, verwendet Gertsch das Motiv eines ineinander verschlungenen Liebespaares, das auf dem Gemälde „Le Sommeil“ (1866) von Gustave Courbet (1819–1877) basiert. Mit dem Entwurf einer solchen Darstellung hatte Franz Gertsch 1967 den Wettbewerb für Wandgemälde im neuen Schulhaus Langenthal gewonnen, die Bilder konnten aber nach einem Skandal – die Motive eines liegenden und eines stehenden Paares wurden von der Lehrerschaft und der Langenthaler Bevölkerung als unanständig und in einer Schule deplatziert betrachtet – nicht realisiert werden. Das Motiv des liegenden Paares variierte der Künstler jedoch in mehreren Werken, von denen im hinteren Raumteil einige gezeigt werden. Dieser Bereich ist dem Thema des Paares im Schaffen von Franz Gertsch gewidmet: Sitzende und liegende Männer und Frauen werden mit Hilfe einer Schablonentechnik mehrheitlich in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb dargestellt.
Weitere Gemälde und Holzschnitte des Künstlers sind im Erweiterungsbau ausgestellt.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle.
Gertschs Collagen und Gemälde nach Collagen aus dieser Zeit sind formal und farblich reduziert. Dargestellt sind muskulöse Artisten und Artistinnen, Bilder tragen Titel wie „Artistenfamilie“ oder „Pyramidaler Auftritt“. Bei Werken, die Vater-Mutter-Kind-Konstellationen zeigen, wie „Familie bei Nacht“, „Trompetennachwuchs“ oder „O mein Papa“, bleibt es offen, ob diese auch in die Welt der Schausteller und Spielleute gehören. Der wiederholt dargestellte Mann wirkt sehr kräftig und trägt oft einen grossen, dunklen Schnurrbart, das Kind (die 1959 geborene Tochter Renate aus der ersten Ehe mit Denise Gertsch oder ein nicht namentlich benannter Sohn) wird wiederholt als Harlekina oder Harlekin bezeichnet und trägt ein Hemd oder Kleid mit Rautenmuster. Auch die Mutter ist in diesem Gewand mitunter zu sehen.
Autobiografisches und Fiktion verschmelzen zu einem Bildganzen. Bildelemente, wie das weisse Eisenbettgestell, das Franz Gertsch in einer Ferienwohnung abgezeichnet hatte, oder die goldene Trompete, die er gebraucht gekauft hatte, werden als Bildelemente wiederholt aufgenommen und variiert.
Bereits in „Familie bei Nacht“, das im vorderen Teil des Ausstellungsraums gezeigt wird, verwendet Gertsch das Motiv eines ineinander verschlungenen Liebespaares, das auf dem Gemälde „Le Sommeil“ (1866) von Gustave Courbet (1819–1877) basiert. Mit dem Entwurf einer solchen Darstellung hatte Franz Gertsch 1967 den Wettbewerb für Wandgemälde im neuen Schulhaus Langenthal gewonnen, die Bilder konnten aber nach einem Skandal – die Motive eines liegenden und eines stehenden Paares wurden von der Lehrerschaft und der Langenthaler Bevölkerung als unanständig und in einer Schule deplatziert betrachtet – nicht realisiert werden. Das Motiv des liegenden Paares variierte der Künstler jedoch in mehreren Werken, von denen im hinteren Raumteil einige gezeigt werden. Dieser Bereich ist dem Thema des Paares im Schaffen von Franz Gertsch gewidmet: Sitzende und liegende Männer und Frauen werden mit Hilfe einer Schablonentechnik mehrheitlich in den Grundfarben Rot, Blau und Gelb dargestellt.
Weitere Gemälde und Holzschnitte des Künstlers sind im Erweiterungsbau ausgestellt.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Anna Wesle.
