Der US-amerikanische Künstler Raymond Pettibon (* 1957 in Tucson, Arizona) gilt als hintersinniger Chronist der Gegenwart, der in seinem zeichnerischen Werk die prägenden Bildwelten und Narrative des 20. und 21. Jahrhunderts befragt. Dabei schöpft er aus einer Vielzahl von Quellen – von Literatur über Kunstgeschichte, Populärkultur und Religion bis hin zu Politik und Sport: Woodstock und der »Summer of Love«, Baseball und Surfen, Rassismus, Drogen und Doppelmoral wie auch die Kriege in Vietnam und im Irak sind wiederkehrende Themen und Motive. In seinen gleichermaßen von Comics wie den Traditionen der Satire und Sozialkritik des 18. und 19. Jahrhunderts inspirierten Bildwelten verbinden sich auf ebenso poetische wie kritische Weise Bild und Text zu einer schonungslosen Bestandsaufnahme des American Dream.
Pettibons Anfänge liegen in der Punkrockszene von Los Angeles der späten 1970er-Jahre, als er Bands wie Black Flag und Minutemen seine Zeichnungen für Plattencover und Flyer zur Verfügung stellte. Cover wie jenes für Sonic Youths Album Goo (1990) gelten als popkulturelle Ikonen. Auch seine eigenen auf Vinyl realisierten Projekte als Musiker oder Produzent zeugen von seiner intensiven Verbindung zur zeitgenössischen Musikszene. Bis heute zieht sich die künstlerische Zusammenarbeit mit Musiker*innen durch sein Werk.
Mit über 200 Exponaten, allesamt Leihgaben der Sammlung Stefan Thull, bildet die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum erstmals diesen Aspekt seines künstlerischen Œuvres umfassend ab. Präsentiert werden nicht nur Schallplatten in ihren unterschiedlichen Formaten, sondern auch CDs, Musikcassetten und DVDs von 1979 bis heute. Ergänzt wird die Ausstellung durch Flyer und Fanzines.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in einer deutschen und einer englischen Ausgabe mit Textbeiträgen von Max Dax, Robert Eikmeyer, Kim Gordon und Ulrich Loock sowie einem detaillierten Werkverzeichnis (Hatje Cantz Verlag/ David Zwirner Books).
Kuratorin: Dr. Astrid Ihle
Pettibons Anfänge liegen in der Punkrockszene von Los Angeles der späten 1970er-Jahre, als er Bands wie Black Flag und Minutemen seine Zeichnungen für Plattencover und Flyer zur Verfügung stellte. Cover wie jenes für Sonic Youths Album Goo (1990) gelten als popkulturelle Ikonen. Auch seine eigenen auf Vinyl realisierten Projekte als Musiker oder Produzent zeugen von seiner intensiven Verbindung zur zeitgenössischen Musikszene. Bis heute zieht sich die künstlerische Zusammenarbeit mit Musiker*innen durch sein Werk.
Mit über 200 Exponaten, allesamt Leihgaben der Sammlung Stefan Thull, bildet die Ausstellung im Wilhelm-Hack-Museum erstmals diesen Aspekt seines künstlerischen Œuvres umfassend ab. Präsentiert werden nicht nur Schallplatten in ihren unterschiedlichen Formaten, sondern auch CDs, Musikcassetten und DVDs von 1979 bis heute. Ergänzt wird die Ausstellung durch Flyer und Fanzines.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in einer deutschen und einer englischen Ausgabe mit Textbeiträgen von Max Dax, Robert Eikmeyer, Kim Gordon und Ulrich Loock sowie einem detaillierten Werkverzeichnis (Hatje Cantz Verlag/ David Zwirner Books).
Kuratorin: Dr. Astrid Ihle
