Mit 40 Gemälden und Zeichnungen bietet die Ausstellung einen konzentrierten Überblick über ein Werk, das geprägt ist von den Erfahrungen ihrer Jugend in Ostberlin, der Kunstszene des Berlins der 1990er-Jahre sowie den kulturellen Übergängen der Gesellschaften, in denen sich die Künstlerin seit vielen Jahren bewegt. All diese Impulse werden einzeln oder in einem Geflecht aus Vergangenheit und Gegenwart aufgenommen, in dem häufig eine Figur am Rand oder im Zentrum einer Erzählung oder eines Porträts steht – mal Beobachterin und mal Akteurin im Mittelpunkt der Darstellung.
Seit den frühen 1990er-Jahren entwickelt Wulff ein Werk, das durch eine besondere Sensibilität für die Möglichkeiten figurativer Malerei ebenso geprägt ist wie durch die Aufmerksamkeit für soziale Dynamiken und kulturelle Prägungen.
Der Titel der Ausstellung Arabesken in Arabesken verweist auf die Arabeske als nicht-figürliches Ornament aus ineinander verschlungenen Ranken, das insbesondere in der arabischen Architektur zur Gestaltung von Pilastern und Friesen eingesetzt wird. Für die Ausstellung entwarf Wulff zwei neue Bänke, deren Formen und Ornamente an die Architekturen ihrer Bilder anknüpfen. Die Opulenz und der Duft des Zedernholzes bilden einen markanten Kontrast zum neoklassizistischen Bau der Kunsthalle Baden-Baden und seiner charakteristischen Raumfolge einer Gemäldegalerie.
