Zu den radikalen Neuerungen der Kunst des 20. Jahrhunderts gehört ein neues Verständnis des Bildraumes. In den vorangegangenen Jahrhunderten wurde, mit der Erfindung der Zentralperspektive, das Bild als „offenes Fenster“, als Blick auf eine andere Welt verstanden. Die Moderne hingegen beginnt, die illusionistische Malerei hinter sich zu lassen und stattdessen Bild und Wirklichkeit neu zu verknüpfen. Vom Expressionismus über Dada bis hin zum Surrealismus wird der Bildraum stark emotional aufgeladen: Steile Blickwinkel, unzusammenhängende Perspektiven und klaustrophobische Ausschnitte kulminieren in dynamischen Räumen zwischen intimem Innenraum und städtischem Außenraum. Parallel dazu löst sich mit dem Suprematismus und Konstruktivismus die Darstellung von jeglicher Gegenständlichkeit. Visionen von kosmischer Unendlichkeit und technologischem Fortschritt schaffen utopische Räume bzw. Architekturen, die ein neues, besseres Leben imaginieren lassen. Die Schnittstellen zwischen Architektur, Malerei und Bildhauerei werden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts weiterverhandelt und neu ausgelotet.
Die Unendlichkeit des Raumes
Diese Ausstellung wird angeboten in
Deutsch
Raumkonzepte in der Moderne
Adresse
Berliner Straße 23
67059
Ludwigshafen
+49 6215 04 34 11
Daten
