Otto Bartning (1883–1959)

Architekt einer sozialen Moderne

22.07.2017 - 22.10.2017

Otto Bartning gilt als einer der bedeutendsten Architekten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Hiervon zeugen sein Beitrag zur Reform des protestantischen Kirchenbaus, seine Siedlungs- und Sozialbauten sowie seine theoretischen Schriften. 1883 in Karlsruhe geboren, studierte Bartning in Berlin und in seiner Heimatstadt. In den Folgejahren sollte er mit dem Entwurf der Sternkirche, von 1922, der Stahlkirche von 1928 sowie 1946 mit dem Notkirchenprogramm des Deutschen Evangelischen Hilfswerks den Kirchenbau revolutionieren. Mit seiner radikalen Abwendung gegen den gängigen Historismus, die Verwendung innovativer Formen und Materialien und als Mitglied des zukunftsweisenden „Arbeitsrates für Kunst“, zählt er neben Walter Gropius und Bruno Taut ab 1918 zu den Protagonisten der Moderne. Bartning, der europaweit tätig war, konnte in Karlsruhe die Markuskirche (1934–1935), das Franz-Rohde-Haus (1938), die Evangelische Friedenskirche (1949) als Notkirche und die Thomaskirche (1958–1960) errichten.

Das facettenreiche Oeuvre Bartnings und seine vielseitigen Aktivitäten werden in einer umfassenden Werkschau anhand von originalen Zeichnungen, Fotografien und Architekturmodellen vorgestellt. Die Ausstellung, kuratiert von Dr. Sandra Wagner-Conzelmann, ist ein Kooperationsprojekt der Akademie der Künste, Berlin, und der Wüstenrot Stiftung in Zusammenarbeit mit der Städtischen Galerie Karlsruhe, dem Institut Mathildenhöhe Darmstadt und der Technischen Universität Darmstadt. Es erscheint eine ausstellungsbegleitende Publikation.

Bildunterschrift: Otto Bartning, Stahlkirche auf der Pressa in Köln, 1928, Innenansicht
Foto: Otto-Bartning-Archiv der TU Darmstadt

Otto Bartning (1883–1959)

Öffnungszeiten

MI-FR 10:00-18:00 Uhr
SA-SO 11:00-18:00 Uhr

Adresse

Lichthof 10, Lorenzstraße 27
76135  Karlsruhe
Tel: +49 721 13 34 444
Fax: +49 721 13 34 409
BusCafeteriaParkmöglichkeitRollstuhlgängigZug
Endress+Hauser Logo
Helvetia Logo