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La Serenissima

Zeichenkunst in Venedig vom 16. bis 18. Jahrhundert
Exhibitions

Innerhalb der Kunstlandschaften Italiens kommt Venedig eine besondere Stellung zu. Die ungewöhnlichen Lichtverhältnisse in der Lagunenstadt, die vom reflektierenden Wasser umgeben ist, inspirierten nicht nur die venezianischen Maler sondern vor allem auch die Zeichner. Der Strich, oft mit der Feder ausgeführt, übernimmt die führende Rolle: Schwungvoll, vibrierend und in tänzerischer Leichtigkeit werden spielerisch hingestreute Tupfen, Linienhäkchen und Lavierung eingesetzt, um die flimmernden Effekte der einzigartigen Atmosphäre von »La Serenissima« (der »Allerdurchlauchtigsten«, wie Venedig liebevoll genannt wurde) wiederzugeben. Dabei entstehen Kompositionen mit eher sparsam eingesetztem Zeichenmaterial und viel Gespür für ausgedehnte Flächen.

Die Ausstellung präsentiert mit rund 50 Zeichnungen von über 20 Künstlern, darunter Jacopo Tintoretto (1518–1594), Paolo Veronese (1528–1588), Sebstiano Ricci (1659–1734), Giovanni Battista Piazzetta (1682–1754) und Giuseppe Bernardino Bison (1762–1844), die unterschiedlichen Facetten der Venezianischen Zeichenkunst vom 16. Jahrhundert bis zum Niedergang der Republik Venedig im 18. Jahrhundert.

Begleitend zur Großen Sonderausstellung »Tiepolo« werden so zum einen Tiepolos Entwicklung und Stellenwert innerhalb der venezianischen Künstler aufgezeigt und zum anderen Einblicke in die bedeutende Sammlung Venezianischer Zeichnungen aus dem Bestand der Graphischen Sammlung der Staatsgalerie gegeben.
La Serenissima
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