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Heidi Herzig & Ben Öztat: im fluss

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Sie betraten den Laden. Das Angebot hielt sie nicht bei Laune. Eher noch interessierte sie die Konstruktion im Raum, die die Dinge in der Luft hielt.

Nach einer kleinen Weile nahmen sie den schiefen Boden unter sich wahr. Gerade schief genug oder schon so geneigt, um fast schräg zu sein. In Hellblau. Mit zunehmend verstreichender Zeit, zumindest musste man davon ausgehen, dass sie es tat, veränderte die leichte, aber doch deutliche Schräglage des Grundes, auf dem sie sich befanden, ihr Gravitations-Körper-Verhältnis spürbar.

Daraus resultierend ein plötzlicher Sprung, ohne den Raum dazwischen durchquert zu haben, oder die schaumartig flüchtige, aber realere Erfahrung eines ungeahnten Richtungswechsels. So als wollte die Vertikale ihnen etwas mitteilen.

Von da an spazieren sie mit einem aus dieser Begebenheit gewonnenen Serum an der Schläfe durch Winkel und Kreise. Die, wenn nötig, neu angeordnet und unter veränderten Gesetzmäßigkeiten der Anziehungskraft zueinander positioniert werden. Manch Einer erzählt von einem besonderen Duft, den man im Zuge dieses Prozesses wittern kann, sofern der Wind sich gerade gedreht hat.

Seit 2014 streifen Heidi Herzig und Ben Öztat unter dem Deckmantel von Pseudonymen örtliche sowie situative Zwischenräume und Leerstellen für gemeinsame intraventionistische Interventionen. Für die Ausstellung im Badischen Kunstverein werden die Künstler*innen ihre individuellen Positionen aufbrechen, um Öffnungen für Synergien zu erzeugen, die sich auch im musealen Kontext wohlfühlen.
Heidi Herzig & Ben Öztat, Strandszene, 2014, Videostill. Courtesy the artists.
Geeignet für Familien
Gratis mit dem Museums-PASS-Musées
Daten
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49.011132, 8.399661