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Gewächse der Seele

Pflanzenfantasien zwischen Symbolismus und Outsider Art
Ausstellungen
Ab dem
bis
Im Mittelpunkt des interdisziplinären und inklusiven Kooperationsprojekts Gewächse der Seele steht die Bedeutung der Pflanze als künstlerische Ausdrucksform seelischer Zustände. Mit Ausstellungen, Installationen sowie Performance-, Tanz- und Theaterproduktionen thematisieren das Wilhelm-Hack- Museum (Ludwigshafen), die Sammlung Prinzhorn (Heidelberg), zeitraumexit (Mannheim), die Galerie Alte Turnhalle (Bad Dürkheim) und das Museum Haus Cajeth (Heidelberg) die „Gewächse der Seele“ in der Outsider Art und stellen sie unter verschiedenen Gesichtspunkten dar. Unter Outsider Art versteht man Kunst, die jenseits des Kunstmarktes und der Kunstgeschichte von Menschen mit psychischer Erkrankung oder als Teil einer spirituellen Praxis entstand. Aufgrund ihrer besonderen Ursprünglichkeit strahlten diese Werke gerade auf die Symbolisten und Surrealisten Anfang des 20. Jahrhunderts eine besondere Anziehungskraft aus. Das Wilhelm-Hack-Museum widmet sich der historischen Verwurzelung des Themas und präsentiert eine umfassende Ausstellung, die Werke des Symbolismus und Surrealismus Arbeiten der Outsider Art gegenüberstellt. Gezeigt werden Werke von Mikalojus Konstantinas Čiurlionis, William Degouve de Nuncques, Max Ernst, Barbara Honywood, Paul Klee, Hilma af Klint, František Kupka, Séraphine Louis, Odilon Redon und anderen.
Betont wird die Bedeutung von Symbolismus und Surrealismus als Vorbedingung für die Entdeckung von mediumistischer Kunst und der Bildnerei der Geisteskranken (Hans Prinzhorn, 1922). Damit hinterfragt die Schau auch die feste Abgrenzung von etablierter Kunst und Outsider Art und unterstreicht die fließenden Übergänge der Kunstproduktionen unter ganz unterschiedlichen Voraussetzungen. Die Ausstellungen in der Sammlung Prinzhorn, dem Museum Haus Cajeth und in der Galerie Alte Turnhalle setzen die Thematik bis in die Gegenwart fort. zeitraumexit erweitert die Fragestellung mit inklusiven Performances und Theaterprojekten. Performative Interventionen sowie partizipative und inklusive Installationen bilden ein Bindeglied für das gesamte Projekt.
Gewächse der Seele – Pflanzenfantasien zwischen Symbolismus und Outsider Art lautet der Titel eines vom 31. März bis 4. August 2019 stattfindenden interdisziplinären und inklusiven Kooperationsprojekts. Das Wilhelm-Hack-Museum Ludwigshafen, die Sammlung Prinzhorn in Heidelberg, zeitraumexit in Mannheim, sowie die Galerie Alte Turnhalle in Bad Dürkheim und das Museum Haus Cajeth in Heidelberg werden die Bedeutung der Pflanze als Projektionsfläche von seelischen Zuständen in verschiedenen Kontexten thematisieren.
Barbara Honywood, Album Page XII, 1864, Aquarellfarbe und Tinte auf Papier, 36,2 x 25,7 cm, Bethlem Museum of the Mind, London
Max Ernst, Der letzte Wald, 1960, Öl auf Leinwand, 114 x 145,5 cm, Musée d'art moderne et contemporain de Saint-Étienne Métropole (Saint-Étienne), Centre Pompidou, Musée d'Art Moderne de Saint © VG Bild-Kunst, Bonn 2019
Geeignet für Familien
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