Kunst oder Militärkitsch?

Reservistika und soldatische Erinnerungsstücke bis zum Ersten Weltkrieg

    

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05/05/2010 bis 05/12/2010, Wehrgeschichtliches Museum Rastatt, Rastatt

Im Deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 war man voller Stolz auf seine Militärdienstzeit und zeigte dies in hohem Maße auch nach außen. Die Soldaten genossen im Volk ein großes Ansehen, und man war stolz darauf, „mit Gott für König und Vaterland“ gedient zu haben. Die Reservistika waren Ausdruck dieser Haltung, und sie wurden gern vorgezeigt. Als individuelle Erinnerungsstücke wurden zumeist Teller, Pfeifen, Gläser, Flaschen und vor allem Krüge gefertigt. Neben dem Namen des Reservisten und Angaben über Dienstzeit und militärische Einheit tragen diese Trinkgefäße Aufschriften und Sinnsprüche über Pflichten und Sehnsüchte des Reservisten. Die Krüge und Pfeifen sind mit zumeist farbigen Bildern und Symbolen reichlich ausgestattet. Nach dem Ersten Weltkrieg endete die Tradition der Reservistenkrüge. Heute sind sie äußerst beliebte Sammelobjekte.
Dank einer großzügigen Stiftung von Reservistenkrügen kann das Wehrgeschichtliche Museum dieses Thema in einer exklusiven Art und Weise präsentieren.
Reservistika haben einen besonderen Reiz, da sie am Schnittpunkt der Themenbereiche Militaria und Volkskunst anzusiedeln sind und daher nicht nur den militärhistorisch interessierten Betrachter ansprechen. Oftmals finden sich wahre Kunstwerke darunter, die es Wert sind einem breiten Publikum präsentiert zu werden.

Öffnungszeiten
NOV-MÄRZ
DI-SO 10:00-16:30 Uhr

APR-OKT
DI-SO 10:00-17:30 Uhr

Adresse
Herrenstr. 18
76437 Rastatt
DEUTSCHLAND
Routenplaner

Tel : +49 7222 34 244
Fax : +49 7222 30 712

www.wgm-rastatt.de
information@wgm-rastatt.de

Wehrgeschichtliches Museum Rastatt

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