Gotthard Graubner (geb. 1930 in Erlbach, Vogtland), gehört seit Jahrzehnten zu den bedeutendsten Vertretern der zeitgenössischen Malerei. Von Anfang an prägte die leidenschaftliche Auseinandersetzung mit der Farbe sein künstlerisches Werk, die er in seinen „Kissenbildern“ und „Farbraumkörpern“ in die dritte Dimension vorstoßen ließ. Auch in der Graphik ist das Eigenleben der Farbe Antrieb und Leitmotiv des Künstlers. In ihrer außergewöhnlich malerischen Bearbeitung negieren Graubners Radierungen auf den ersten Blick ihre drucktechnische Herstellungsart. Aquatinta- und Verni mou-Techniken lassen die harten Metallplatten zu Trägern weicher und duftiger Farbschichten werden, die sich auf unterschiedlichen Papieren zu immer neuen Organismen verdichten und verflüchtigen. In ihrer Wirkung ähneln die Graphiken den mit Wasserfarben durchtränkten Papieren seiner Aquarelle, die in der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe 2001 ausgestellt waren. Daran anschließend werden nun rund 200 graphische Blätter des Künstlers gezeigt, die im Jahr 2003 erworben werden konnten. Von den sechziger Jahren bis heute wird das Spektrum und die Entwicklung in der Druckgraphik Graubners aufgefächert. Die meisten der ausgestellten Blätter sind einmalige Zustands- oder Probedrucke sowie Monoprints, d. h. jeweils unterschiedlich eingefärbte Unikat-Drucke von denselben Druckplatten.
Öffnungszeiten :
Di-Fr 10-17h
Sa, So, Feiertage 10-18h
24.12., 31.12, Faschingsdienstag geschlossen
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