Ein Schlösschen sollte es werden, ein Sommersitz für Lustbarkeiten und Jagdfeste. Die Witwe des "Türkenlouis", des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden-Baden, wünschte sich dieses Jagd- und Lustschloss auf dem Lande zum erholsamen Aufenthalt, um Abstand von den schweren Regierungsgeschäften in der Residenz Rastatt zu gewinnen. Ihre Rastatter Residenz war Markgräfin Sibylla Augusta zu weitläufig und pompös.
Ausgestattet mit den aufwendigsten Arbeiten dieser Zeit ist das Schloss noch heute ein Schmuckkästchen, angefüllt mit Kostbarkeiten des 18. Jahrhunderts.
Fassaden mit Kieselbewurf, die prächtige, einladende Freitreppe, Böden aus Stuckmarmor und Wände mit Fayencefliesen- all das sind Kunstwerke damaliger Baumeister und Handwerker. Das wertvolle Herzstück des Schlosses aber bilden die kostbaren Porzellan-, Glas- und Fayencesammlungen, die aus aller Welt zusammmengetragen wurden.
Im zweiten Obergeschoss, in einer ansprechend gestalteten Ausstellung, können sie heute beim Rundgang durch das Schloss bewundert werden.
Lebendig wird die Welt der Markgräfin auch bei einem Spaziergang durch den englischen Landschaftsgarten, der heute das Schloss umgibt. Kurios mutet die Eremitage mit der Magdalenenkapelle an, die eine weitere Rückzugsmöglichkeit für die Markgräfin bildete.
Öffnungszeiten :
16. März-30 Sept: Di-So 10-18h
1. Okt-15. Nov: Di-So 10-17h
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