| Augustinermuseum Freiburg |
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Mit seinen wertvollen Sammlungen zur Kunst und Kulturgeschichte am Oberrhein vom Mittelalter bis zum 20. Jahrhundert besitzt das Augustinermuseum überregionale Bedeutung.
Das Herzstück der Sammlung bildet die mittelalterliche Kunst. Die Schatzkammer birgt kostbare Werke der Gold- und Silberschmiedekunst und Zeugnisse des Freiburger Bergkristallschliffs. Einzigartig sind ein Tragaltar und ein Bergkristallschnitt mit Kreuzigung Christi aus karolingischer Zeit sowie zwei filigrane gotische Lebensbaumkreuze aus dem Kloster Liebenau. Dort finden Sie auch den berühmten Weiberlisten-Teppich sowie den Drachen-Papageien-Teppich aus dem 14. Jahrhundert.
Neu präsentiert werden im 2. OG in einer konzentrierten Auswahl einzigartige Meisterwerke mittelalterlicher Tafelmalerei und Holzskulptur, u. a. der Staufener Altar des Weichen Stils mit anmutigen Szenen des Marienlebens und der großartige Passionsaltar des spätgotischen Hausbuchmeisters. Weitere bedeutende Gemälde stammen von Lucas Cranach d. Ä., Matthias Grünewald und dem eng mit Freiburg verbundenen Hans Baldung Grien. Bei den Skulpturen sind das ergreifende Vesperbild aus Radolfzell, die still-meditative Christus-Johannes-Gruppe, beide aus der Epoche der Mystik, und die virtuos geschnitzte Adam-und-Eva-Gruppe des Meisters H. L. aus dem 1. Drittel des 16. Jahrhunderts hervorzuheben.
Der an Kunsthandwerk Interessierte trifft derzeit im 1. Obergeschoss auf prachtvolle Möbel und Kleinkunstwerke des 15. bis 18.Jahrhunderts. Aus einem Straßburger Palais hat sich eine komplette Wandvertäfelung klassizistischen Stils erhalten. In der sogenannten Zunftbüstengalerie sehen Sie die Schutzpatrone der Freiburger Zünfte, barocke Heiligenbüsten mit eingeschlossenen Reliquien, die ehemals zur Fronleichnamsprozession durch die Straßen Freiburgs getragen wurden.
Aufgrund der laufenden Umbaumaßnahmen in Zuge der Sanierung sind im Wechsel große Teile der Sammlung magaziniert. Über den aktuell sichtbaren Bestand informiert die Homepage des Museums. Mit dem neu gestalteten Kirchenschiff wird voraussichtlich 2010 der erste von drei geplanten Bauabschnitten eröffnet, in dem die Münsterskulptur, Tafelmalerei und Skulpturen des 14.-16. Jahrhunderts und die Gemäldegalerie des 19./20. Jahrhunderts ihren Platz finden werden.
Öffnungszeiten :
Di-So 10-17 Uhr
Mo geschlossen, außer feiertags
am 24., 25.12., 31.12., 1.01. geschlossen
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