Schon seit dem 13. Jahrhundert Sitz der Grafen von Leiningen, entstand die jetzige Anlage in der Zeit zwischen 1500 und 1590. Den mächtigen Befestigungswerken sieht man an, daß die Grafen von Leiningen streitsüchtige Herren waren, die im 15. und 16. Jahrhundert an zwanzig kriegerischen Fehden gegen ihre Nachbarn beteiligt waren. Die Schwierigkeiten begannen schon beim Bau der Burg damit, daß die Leininger sich unrechtmäßig Grund und Boden des Klosters Limburg aneigneten.
Im Unterschied zu den anderen rheinland-pfälzischen Wehranlagen wurde die Hardenburg nach Erfindung der Feuerwaffen nicht aufgegeben, sondern von den Leiningern vom 16. bis ins frühe 18. Jahrhundert zum Residenzschloß ausgebaut. Heute sind beispielsweise der Renaissancegarten und der Obstgarten rekonstruiert. Die Zerstörung mitsamt der kostbaren Innenausstattung erfolgte 1794, als französische Revolutionssoldaten die Hardenburg niederbrannten.
Aber auch noch als Ruine ist der runde Geschützturm, der die Burg an der schwächsten Stelle gegen den Berghang schützte, beeindruckend. Seine mächtigen Mauern von sieben Metern Stärke hielten auch feindlichen Kanonen stand. Von den prächtigen Wohnräumen sind nur noch Reste – Treppentürme,
Fenster und elegante Portale – erhalten. Staunen kann man über die riesigen Keller mit weit gespannten Rippengewölben aus dem Jahre 1509, die dem Brand und Verfall bis heute widerstanden haben.
Öffnungszeiten :
1.04-30.09: 9-13h, 13h30-18h
1.10-30.11, 1.01-31.03: 9-13h, 13h30-17h
Letzter Einlass 30 Minuten vor Schließung
Im Dezember und am ersten Werktag der Woche geschlossen
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