Rastatt in der Weimarer Republik

18.05.2018 - 06.01.2019

Am 11. November 1918 endete mit dem Waffenstillstand von Compiègne der Erste Weltkrieg. Die Kriegsmaschinerie forderte über neun Millionen Menschenleben, darunter auch viele Söhne aus Rastatter Familien.

Die 1919 geschlossenen Versailler Verträge waren für die Grenzregion Deutschland-Frankreich einschneidend. Elsass und Lothringen wurden französisch, das Grenzland zu Frankreich entmilitarisiert und mit Handelsbeschränkungen belegt. Maßnahmen, die Städte wie Rastatt in besonderer Weise trafen. Das Unterelsass und Metz als wichtige wirtschaftliche Partnerregionen gingen verloren. Viele Industriebetriebe wanderten nun ab.

Eine zusätzliche Belastung mit erheblichen wirtschaftlichen Einbußen bedeutete die Auflösung der Garnison in Rastatt. Gleichzeitig wurde die Stadt zum Brennpunkt für den Austausch von Kriegsgefangenen und Flüchtlingen.

War der kurze wirtschaftliche Aufschwung Rastatts nach der Entfestigung 1890 bereits infolge des Ersten Weltkriegs zum Stillstand gekommen, verschärfte sich die Situation nach Kriegsende zusehends: Wohnungsnot und Arbeitslosigkeit verursachten große Not in der Bevölkerung. Städtebauliche Maßnahmen wie die Notstandsarbeiten zur weiteren Entfestigung der Stadt und das Bauprojekt Gartenstadt zur Wohnungsnotbekämpfung sollten helfen. Unermüdlichen waren die Anstrengungen des damaligen Oberbürgermeister August Renner (Amtszeit 1913-1933). Dennoch verbesserte sich die wirtschaftliche Situation nur schleppend. Zu Beginn der 1930er Jahre hatte Rastatt eine Arbeitslosenquote von über 40 Prozent.

Mit seiner Sonderausstellung „Rastatt in der Weimarer Republik“ beteiligt sich das Stadtmuseum Rastatt am länderübergreifenden Kooperationsprojekt „Netzwerk Museen am Oberrhein“. Zum Netzwerk gehören mehr als 30 Museen in Deutschland, Frankreich und der Schweiz. Das kommende Projekt des Netzwerks Museen widmet sich 2018/19 dem Thema „Zeitenwende" vor 100 Jahren.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation in der Reihe "Beiträge zur Stadtgeschichte".

Abruch der Leopoldsfeste in den 1920er Jahren

Öffnungszeiten

DO-SA 12:00-17:00 Uhr
SO und Feiertage 11:00-17:00 Uhr

Adresse

Herrenstraße 11
76437  Rastatt
Tel: +49 7222 972 84 00
Fax: +49 7222 972 84 99
BusCafeteriaMuseumsshopParkmöglichkeitRollstuhlgängigTelefonZug
Endress+Hauser Logo
Helvetia Logo