Hambacher Schloss

Wiege der deutschen Demokratie

Am Ostrand des Pfälzer Waldes gelegen, eingebettet in die Kulturlandschaft der oberrheinischen Tiefebene, in unmittelbarer Nachbarschaft zu den Kulturstätten Speyer, Heidelberg und Worms gelegen, ist das Hambacher Schloss eine lebendige Stätte demokratischer Geschichte und eines der attraktivsten touristischen Ziele in Rheinland-Pfalz.
Ausgezeichnet mit dem „Europäischen Kulturerbe-Siegel“ steht das Hambacher Schloss symbol- und beispielhaft für die europäische Einigung sowie für die Ideale und die Geschichte Europas und der Union.

Kästenburg, Maxburg, Hambacher Schloss - schon die drei historischen Namen zeugen vom Wandel des markanten Baus auf dem 325 m hohen Vorberg der Haardt. Bischofs-Residenz, Tresor und Archiv, Ruine mit Forsthaus, Ausflugsziel und Versammlungsstätte, vereiteltes Märchenschloss, vergessende Baustelle, Erinnerungsort und Museum: Die Burg auf dem Kastanienhügel hat die unterschiedlichsten Transformationen erfahren. Je nach Interessenlage der Eigentümer wurde der Bau ambitioniert weiterentwickelt oder absichtslos liegengelassen.

Das bedeutendste Ereignis in der langen Geschichte dieses Ortes ist das Hambacher Fest. Am 27. Mai 1832 versammelten sich 30.000 Menschen auf dem Schlossberg. Deutsche, Franzosen und Polen, Männer und Frauen aus allen gesellschaftlichen Schichten zogen gemeinsam hinauf zum Schloss und hissten die schwarz-rot-goldene Fahne, heute die Nationalflagge der Deutschen. Die Festteilnehmer kämpften für Freiheit und Einheit in Deutschland und Europa. Seither gilt das Hambacher Schloss als Wiege der deutschen Demokratie und zählt wie auch die Paulskirche in Frankfurt und der Reichstag in Berlin zu den Symbolen der Demokratie.

Die Ausstellung "Hinauf, hinauf zum Schloss!" dokumentiert anschaulich die Ereignisse von 1832, ihre Voraussetzungen und Nachwirkungen. Vielfältige Aktivstationen für Groß und Klein lassen den Besuch zu einem Erlebnis werden und machen Geschichte greifbar und lebendig – Mitmachen ist nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht! Eine Besonderheit sind sicherlich die fünf fiktiven Hambacher Festteilnehmer und Festteilnehmerinnen, die unsere Besucher "an die Hand nehmen" und durch die Ausstellung führen. Die Winzertochter Anna aus Dürkheim, der Student August aus Heidelberg, die Schreinersgattin Katharina aus Neustadt, der Arzt Heinrich aus Kaiserslautern und der Journalist Johann aus Frankfurt erzählen an verschiedenen Hörstationen von Ihren persönlichen Erlebnissen und beleuchten die Ereignisse jener Tage aus ganz unterschiedlichen Blickwinkeln.

Die Ausstellung ist in mehrere inhaltliche Abschnitte unterteilt:
- Europa in Unruhe - Auf dem Weg zum Hambacher Fest
- Schwarz-Rot-Gold - Symbole für Freiheit und Einheit
- Meinungsfreiheit und Zensur - Der Kampf um Presse- und Redefreiheit
- Revolution, Parlament, Verfassung - Von Hambach nach Frankfurt
- Grundrechte, Freiheit und Völkerfrieden - Der lange Weg zur Demokratie und nach Europa
Ein sehr besonderes Exponat ist die Schwarz-Rot-Goldene Fahne - unsere Ursprungsflagge - die beim Hambacher Fest als Freiheitssymbol erstmals gehisst wurde.

Das museumspädagogische Angebot zur Ausstellung ermöglicht eine noch intensivere Beschäftigung mit der deutschen Demokratiegeschichte. In Führungen und Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene setzen sich die Teilnehmer auf intensive Weise mit den historischen Ereignissen auseinander und bekommen so ein differenziertes Verständnis von Demokratie als Gesellschafts- und Lebensform.

Hambacher Schloss
Hambacher Schloss
Bild: Nikolai Benner

Öffnungszeiten

April bis Oktober: täglich von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr / öffentliche Führungen täglich um 11, 12, 14, 15 und 16 Uhr

November bis März: täglich von 11:00 bis 17:00 Uhr (außer 24.12.) / öffentliche Führungen an Wochenenden und Feiertagen um 11, 12 und 14 Uhr

Adresse

Hambacher Schloss 1832
67434  Neustadt an der Weinstraße
Tel: +49 6321 926290
Fax: +49 6321 482672
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