Dreiländermuseum / Musée des Trois Pays

Grenzgeschichten aus dem Dreiland mit Deutschland, Frankreich, Schweiz

Aktuelles Interview bei France Bleu Elsass (auf Elsässisch)

Das nur wenige Kilometer von Basel entfernt liegende Dreiländermuseum hat das Dreiländereck zu seinem Thema gemacht. In der Dauerausstellung können Besucher Geschichte und Gegenwart dieser Grenzregion erstmals im trinationalen Kontext betrachten.

Seit dem 20. Jahrhundert leben die Menschen hier gemeinsam in einer Region und zugleich am Rande von drei Staaten.

Wie kam es zur Dreiteilung dieser Region? Wie haben die Menschen mit der stets greifbar nahen Grenze gelebt - und wie wirken sich heute die Grenzen auf Politik, Wirtschaft und den Alltag der Bevölkerung aus? Was trennt die Menschen, was verbindet sie über die Grenzen hinweg?

Der Natur- und Kulturraum wird in der Ausstellung als eine gemeinsame Region vorgestellt: Im Zentrum liegt das 16m2 große begehbare Satellitenbild, das erlaubt, die Regio von oben zu erkunden.

Neben der erdgeschichtlichen Entstehung der Regio wird Typisches der Landschaften Rheinebene, Hügelland und Bergregion präsentiert sowie die Entwicklung des Siedlungsraums von der Ur- und Frühgeschichte bis zur Dreiländerstadt heute, der „Trinationalen Agglomeration Basel“. Die TAB vereint 53 Gemeinden aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz zu einem großen urbanen Zentrum am Rheinknie.

Ein Blick zurück in die Geschichte bis ins Mittelalter zeigt die Regio, in der noch viele Herrschaften existierten und wo zu Beginn der Neuzeit noch um den „wahren“ Glauben gestritten wurde. Die Regio wurde immer mehr zum Spielball im Kräftemessen dreier entstehender Nationen, die alle unterschiedliche Wege gehen.

Spürbare Grenzen wurden den Menschen in der Regio ab 1918 gesetzt, dies hatte Auswirkungen auf das alltägliche Miteinander. Besucher erfahren in Abteilungen zur Grenze, zur Sprache und auch zu den geschichtlichen und politischen Epochen im 20. und 21. Jahrhundert, wie mit dieser Situation über die Jahrzehnte in allen Lebensbereichen umgegangen wurde und wird.

Das Dreiländermuseum nimmt die Besucher mit auf eine Reise durch die Regio. Die erlebnisorientierte Dauerausstellung beinhaltet neben eindrucksvollen Originalen, Mitmachspiele und Hörstationen in ganz unterschiedlich gestalteten Abteilungen.

Das vielseitige Hörprogramm, Videos und PC Terminals bieten eine kurzweilige Art für einen Rundgang durch die Dreiländerausstellung: so wird die Drei-Länder-Geschichte lebendig, etwa das große Erdbeben von 1356, der Beitritt der Basler zur Eidgenossenschaft 1501 oder das „Sprechende Bild“ zur 1848er Revolution. Neben den Nationalhymnen können auch Kostproben der Sprachen und Dialekte der Regio, Vogelstimmen und vieles andere mehr gehört werden. Die Mitmachstationen zu den verschiedenen Währungen, zu den Gerüchen der Regio oder zu nationalen Klischees sind bei Jung und Alt beliebt und vertiefen die Inhalte auf spielerische Weise.

Führungen zu einzelnen Themen der Ausstellung werden für alle Altersstufen angeboten. Weitere Informationen und Anmeldung im Museumssekretariat.

Das Museum

Das heutige Museumsgebäude entstand 1755 als Tabakfabrik. Seit 1761 diente es als Pädagogium, in dem auch der Dichter Johann Peter Hebel während seiner Lörracher Zeit unterrichtete und wohnte. 1978 kam das Museum am Burghof im ehemaligen Schulgebäude unter, 2012 wurde es zum Dreiländermuseum.

Die Sammlung

Die Museumssammlung umfasst über 50.000 Objekte zur Geschichte und Kultur der Drei-Länder-Region sowie zur Stadtgeschichte Lörrachs. Schwerpunkte sind: regionale Kunst und Kunstkeramik, Burg Rötteln, Johann Peter Hebel, 1848er Revolution, Wirtschafts- und Sozialgeschichte (z.B. Textil- und Schokoladenproduktion), natur- und volkskundliche Objekte.

In der Museumsbibliothek sind über 15.000 historische und teilweise sehr wertvolle Bände untergebracht. Der Zutritt zu Sammlung und Depot ist nur nach Voranmeldung möglich. Interessierten Besuchern steht eine regionale Datenbank zur Verfügung, in der alle Objekte mit Foto erfasst werden.

An der Grenze, Anton Sohn, Zizenhausen, um 1820-30. Sammlung Dreiländermuseum
Dreiländermuseum Lörrach
Interaktiv durch die Dreiländerausstellung

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Luther-Bibel, die Samuel August de la Carrière 1748 in Lörrach gedruckt hat. Sammlung Dreiländermuseum BRel100,1

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Öffnungszeiten

Di-So 11:00-18:00 Uhr

und nach Absprache (für Gruppen und Schulklassen)

Adresse

Basler Straße 143
79540  Lörrach
Tel: +49 7621 415 150
Fax: +49 7621 415 151
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