Schloss Bruchsal mit Städtischem Museum und Deutschem Musikautomaten-Museum

Einzige geistliche Residenz am Oberrhein

Bunt, heiter und festlich – das ist der erste überwältigende Eindruck beim Eintreten in den Ehrenhof des Bruchsaler Schlosses. Die Gebäude sind reich bemalt, mit vergoldertem Stuck verziert und durch goldene Drachen als Wasserspeier geschmückt.

1720 begannen die Fürstbischöfe von Speyer den barocken Neubau ihrer Residenz. Die Planung der Schlossanlage stand unter der Ägide des kunstinteressierten Bauherrn Damian Hugo von Schönborn, der die Dreiflügelanlage aus Lossburger Sandstein errichten ließ. Zusammen mit der Gartenanlage bietet der mehrteilige Gebäudekomplex dem Betrachter ein Esemble von außergewöhnlicher Schönheit.

Besonders berühmt ist das beeindruckende Treppenhaus von Baumeister Balthasar Neumann – die „Krone aller Treppenhäuser“ des Barockstils. Schönborns Nachfolger Franz Christoph von Hutten ließ Schloss Bruchsal durch die prächtige Ausgestaltung des Fürsten- und Marmorsaals und die glanzvolle Einrichtung der Paradezimmer vollenden.

Im Zweiten Weltkrieg wurde das Gesamtesemble fast vollständig zerstört, glücklicherweise blieb zumindest die Substanz des Treppenhauses weitgehend erhalten. Im Wiederaufbau gelang es, den originalen Eindruck der Prunkräume des Mitteltraktes zu rekonstruieren – er zählt zu den architektonischen und künstlerischen Glanzleistungen im Land Baden-Württemberg. Der Wiederaufbau wurde mit der Wiedereröffnung der 17 fürstbischöflichen Appartements in der Beletage im April 2017 abgeschlossen.

Die Raumfolge der Beletage wurde wiederhergestellt, wie sie seit dem 18. Jahrhundert bis zur Zerstörung 1945 bestand. Wo sich einst die Appartements der Fürstbischöfe befanden, waren in der Nachkriegszeit moderne, großflächige Ausstellungsräume entstanden.
350 kostbare Tapisserien, elegante Möbel, Gemälde und feine Porzellane wurden aufwändig restauriert und kehren nun weitgehend an ihre ursprüngliche Aufstellungsorte zurück. Auf diese Weise wird das Leben am Hofe der Speyerer Fürstbischöfe im 18. Jahrhundert und der Markgräfin Amalie von Baden im frühen 19. Jahrhundert wieder nachvollziehbar.

Empfehlenswert ist neben der Besichtigung der Schlossräume im Corps de Logis, dem Mittelbau, auch ein Besuch des Deutschen Musikautomaten-Museums und des Museums der Stadt Bruchsal.

Schloss Bruchsal

Öffnungszeiten

DI-SO und Feiertage 10:00-17:00 Uhr
MO nur an Feiertagen
24., 25. und 31. Dezember geschlossen
1. Januar 13.00 – 17.00 Uhr

Adresse

Schlossraum 4
76646  Bruchsal
Tel: +49 7251 74 26 61
Fax: +49 7251 74 26 64
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