Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen

19.04.2018 - 15.07.2018

Mit Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen zeigt das Kunstmuseum Bern ausgewählte Werke aus dem Kunstfund Gurlitt, die NS-verfolgungsbedingt entzogen worden waren und deren Herkunft und Erwerbungsumstände bis heute noch nicht abschliessend geklärt werden konnten. Nach «Entartete Kunst» - Beschlagnahmt und verkauft richtet sich der Blick nun auf Hildebrand Gurlitt als Akteur des nationalsozialistischen Kunstraubes. Gurlitt war in Zwangsverkäufe involviert, handelte mit beschlagnahmten Werken aus dem Konvolut der «Entarteten Kunst» und weitete seinen Geschäftsbereich ab 1940 auf die besetzten Länder in Westeuropa aus. Die im Kunstfund überlieferten Gemälde, Skulpturen und Grafiken sind die direkte Verbindung zu den Biografien von verfolgten Zeitgenossen – meist jüdischen Künstlern, Sammlern und Kunsthändlern, denen die Werke zuvor gehörten. Die Ausstellung zeichnet die historischen Abläufe und Zusammenhänge der Raubzüge der Nationalsozialisten an den europäischen Juden nach und versucht, die Rolle von Kunsthändlern und Museen bei der Plünderung nachzuvollziehen. Ein eigenes Kapitel ist der «Restitution» von Raubkunst aus dem Kunstfund Gurlitt gewidmet. Vorgestellt werden die Ansprüche der beraubten Familien, welche die Debatte um Raubkunst heute prägen.

Die Ausstellung ist eine erweiterte Übernahme der Bestandsaufnahme Gurlitt. Der NS-Kunstraub und die Folgen in der Bundeskunsthalle in Bonn (03.11.2017 – 11.03.2018).

Foto: © Kunstmuseum Bern

Öffnungszeiten

DI 10:00-21:00 Uhr
MI-SO 10:00-17:00 Uhr

Adresse

Hodlerstrasse 8-12
3011  Bern
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